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Eine saubere Watschn fuer Otterfing: TSV verliert 1:4 gegen Kreuth

Der Tabellenstand ließ ein Kreisliga-Derby auf Augenhöhe erwarten. Aber es kam ganz anders. Der FC Real Kreuth fertigte den TSV Otterfing mit 4:1 ab. Otterfing/Kreuth – Der Tabellenstand ließ ein Kreisliga-Derby auf Augenhöhe erwarten. Aber es kam ganz anders. Der FC Real Kreuth kam beim TSV Otterfing zu einer berechtigten 2:0-Pausenführung und baute diesen Vorsprung auf 4:0 aus. Den Ehrentreffer zum 1:4 erzielte keiner der Stammspieler und auch kein Stürmer. Das Tor des einwechselten Verteidigers Benedikt Lex kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass in Otterfing momentan der Wurm drin ist.

Magere neun Treffer hatten die Kreuther bislang in acht Begegnungen erzielt. In Otterfing waren es nun gleich vier auf einmal. Das konnte nicht allein daran gelegen haben, dass der beruflich dem FC Real selten zur Verfügung stehende Lukas Frank am Nordring auf dem Platz stand – auch wenn ihm nach einer geschickten Körpertäuschung mit einem platzierten Flachschuss das 1:0 (36.) gelungen war. „Wir hatten diesmal doch einige Alternativen für die Offensive“, meint Real-Trainer Bernhard Gruber. So war A-Junior Bernhard Zehetmeier vom Anpfiff weg im Einsatz und mit Jacob Burda saß ein routinierter Allrounder sogar auf der Bank.

TSV-Coach Mike Probst wollte den 0:2-Pausenrückstand nicht an den Offensiv-Qualitäten des Gegners festmachen. Es seien die einfach zu vermeidenden Fehler gewesen, die die Gäste genutzt hätten. Der Otterfinger Trainer fuchtelte wuchtig mit den Armen, als sich sein Verteidiger mit einer einzigen Körperdrehung aushebeln ließ, die Frank dann zur Führung nutzte. Auch das 0:2 (45.) wäre ohne Weiteres zu verhindern gewesen. Andreas Schwinghammer drang in den Strafraum ein und Innenverteidiger Sepp Pallauf musste mit vollem Risiko einsteigen, um seinen Abschluss zu unterbinden. Den berechtigten Elfmeter verwandelte Moritz Mack sicher.

Der Kreuther Torhüter hatte bis zur Pause einen ruhigen Nachmittag. Otterfings Simon Eder, den Florian Bacher mit einer Kopfballverlängerung in Szene gesetzt hatte, traf das Leder nicht optimal (21.), und in der Nachspielzeit der ersten Hälfte riskierte Alexander Lankes einen 20-Meter-Schuss, der aber klar im Tor-Aus landete.

Wer im zweiten Abschnitt ein Aufbäumen der Otterfinger erwartet hatte, sah sich getäuscht. Die ersten 20 Minuten waren die besten der Kreuther im gesamten Spiel. „Wir wollten den Vorsprung nicht verwalten, sondern weiterhin nach vorne spielen“, erklärt Gruber. Das klappte gut. Der aufgerückte Verteidiger Dan Petru Samoila markierte nach einem Flanken-Solo über links das 3:0 (53.). Nur vier Minuten später brach Mack auf der rechten Seite durch. Der Mittelstürmer flankte scharf an die Fünfermarkierung und Stefan Ott köpfte unhaltbar ein. Allerdings ins falsche Netz zum 0:4 (57.).

„Wir waren in den entscheidenden Phasen griffiger“, findet Gruber. Probst hingegen zurrt die Derby-Ohrfeige nicht daran fest, dass die Gäste offensiv auffälliger waren. Er sah seine Spieler bis zum 0:1 durchaus auf Augenhöhe. Dass er nach einem Zwei-Tore-Rückstand für den zweiten Abschnitt einen massiven Angriffsdruck gefordert hatte, der zu zwei schnellen Gegentoren führte, gehört für ihn zum Tagesgeschäft. „Bei uns bricht jetzt keine Welt zusammen.“

Quelle: Holzkirchner Merkur / Hans-Peter Koller