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Derby eine Frage der Koerner

Ein richtungsweisendes Landkreis-Duell zwischen dem TSV Otterfing und dem FC Real Kreuth steht am Mittwoch an. TSV-Spartenleiter Dominik Urban ist sich sicher: „Es wird ein rassiges Derby, zum Vorteil der Zuschauer.“Otterfing – Wenn sich an diesem Mittwoch der TSV Otterfing und der FC Real Kreuth gegenüberstehen, geht es nicht nur darum, wer die Punkte holt. Wichtiger ist, für welche der Mannschaften der Blick in Richtung Mittelfeld geht und wer vielleicht sogar unter den Abstiegsstrich rutscht. Während die Otterfingern die Gäste favorisieren, sieht FC-Trainer Bernhard Gruber den Zeitpunkt gekommen, das Verteilen von Geschenken zu beenden.

„Geduld ist eine Tugend, die ab und an auch mit Rückschlägen verbunden ist“, meint Mike Probst. Der Otterfinger Trainer hat akribisch festgehalten, wo seine Spieler Punkte liegen gelassen haben – ob hier Fehler des Kollektivs die Ursache waren oder das Fehlverhalten von Einzelnen. Nach dem 2:2 gegen die SG Hausham notierte er hinter defensivem Mittelfeld und der Abwehrreihe ein Minuszeichen – beim jüngsten 1:3 in Aying stand die negative Bewertung bei zwei einzelnen Namen.

„Wir müssen harmonischer auftreten, Laufwege optimieren und besser in die Zweikämpfe kommen“, sagt Probst. Was den Gegner vom Enterbach betrifft, sieht er die Tagesform als entscheidend, nicht „routinierte Einzelspieler, aber wir können mit Sicherheit mithalten“. Von Vorteil wäre es sicher, wenn Maximilian Dengler fit ist, der Anfang September in Deisenhofen verletzt in die Kabine ging und seither nicht mehr auf dem Platz stand.

„Kreuth ist besser, als es die Tabelle aussagt“, erklärt Dominik Urban. „Es wird sicher ein rassiges Derby, zum Vorteil der Zuschauer.“ Für Otterfings Spartenleiter gibt den Ausschlag, wer mehr Körner investiert – also bereit ist, an die konditionelle Leistungsgrenze zu gehen. Das kann Probst von den jungen Spielern verlangen, die heuer an das Niveau der Kreisliga herangeführt werden sollen. „Geduld ist das Zauberwort, und was den Kampf betrifft, werden die Jungen hinter den Etablierten nicht zurückstehen“, verspricht Probst.

Gruber hingegen sieht den Geduldsfaden mehr als strapaziert. Er will endlich den Lohn einstreichen für gute Spiele. Beim TSV Murnau (0:1) war sein Team klar besser, nur mit der Chancenverwertung klappte es nicht. Und gegen Ohlstadt reichte nicht mal eine 3:0-Führung, um drei Punkte zu holen. „Das 1:3 hat uns aus dem Tritt gebracht, nachdem wir 70 Minuten super gespielt hatten“, sagt Gruber. „Aber nun ist es vorbei mit dem Verteilen von Geschenken.“

In Otterfing muss er auf Michael Egger verzichten, der nach Sizilien geflogen ist, um dort eine Patenschaft anzutreten. Dafür kann er auf Berufsfeuerwehrler Lukas Frank zählen und auf Jakob Burda. Der steht, wie Frank, nur unregelmäßig im Kader und ist eine willkommene Ergänzung der Offensive.

Was den Gegner betrifft, hat sich Gruber im Derby gegen den SV Miesbach kundig gemacht: „Eine harte Nuss. In Otterfing haben wir uns immer schwergetan.“ Dass beim 2:2 in der Kreisstadt Dengler beide Treffer markierte, ist Gruber noch in guter Erinnerung: „Wenn der gegen uns dabei ist, wird’s noch ein Stück schwerer.“

Quelle: Holzkirchner Merkur / Hans-Peter Koller