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Aus 3:0 wird 3:3: Ratlosigkeit in Kreuth nach unerklaerlichem Einbruch 

Wieder spielt der FC Real Kreuth stark, wieder gibt es keinen Sieg für die Enterbacher – und das nach einer 3:0-Führung. Ratlosigkeit macht sich breit. Kreuth – Jubel auf der einen Seite, völlige Ratlosigkeit auf der anderen. Der FC Real Kreuth führte gegen den SV Ohlstadt bereits 3:0, verspielte die Führung aber in der letzten Viertelstunde und muss sich trotz klarer Überlegenheit mit einem Punkt begnügen. „Es fühlt sich nicht wie eine Niederlage an“, meinte Kreuths Trainer Bernhard Gruber. „Sondern wie ein paar gleichzeitig.“

Eigentlich war die Sache bis zur 75. Minute ganz klar. Schon in der ersten Hälfte hatten die Enterbacher ein Chancenplus – hätten bereits da mit drei Toren in Führung liegen können. Es reichte nur zu einem. Nach einem Angriff über die rechte Seite erreichte die Flanke Dan Petru Samoila, der zum überfälligen 1:0 einköpfte.

Indirekt war Samoila auch am zweiten Tor seines Teams beteiligt. Nur wenige Minuten nach dem Seitenwechsel wurde er im Strafraum gefoult – den Elfmeter verwandelte Moritz Mack souverän. Zehn Minuten später kam für den auffälligen Samoila Jacob Burda auf das Spielfeld. Und fast mit dem ersten Ballkontakt erhöhte dieser auf 3:0. „Da dachte ich mir, alles richtig gemacht“, erzählt Gruber. Das Spiel schien entschieden. Was folgte, stellt Kreuth aber vor ein Rätsel.

Alles begann mit der Auswechslung von Torwart Florian Stecher, der wegen eines privaten Termins früher vom Feld musste, der Spielstand hatte damit nichts zu tun. Womöglich fassten es die Gäste aber genau so auf und entwickelten eine Trotzreaktion. Denn kurz darauf brachte ein Angriff über die rechte Seite die Ohlstädter wieder ins Spiel. Fünf Minuten später folgte der Anschlusstreffer, sechs Minuten später der Ausgleich. Es war, als hätte jemand den Schalter umgelegt. „Ab dem Torwartwechsel war plötzlich alles anders“, sagte Gruber. „Alle waren wie gelähmt.“ Zum Glück war das Spiel schon fast vorbei – „fünf Minuten länger und wir verlieren das noch“, prophezeite Gruber.

Es ist schwierig, das Positive herauszufiltern. Kreuth hat gut gespielt, drei Tore geschossen und mit dem A-Jugendspieler Ferdinand Zehetmeier neuerdings einen „richtig guten Mann“ (Gruber) in den Reihen. Und immerhin gab es keine Niederlage. Nach der starken Leistung über 65 Minuten ist ein Punkt aber schlicht zu wenig. „Wir haben keine Erklärung dafür“, sagt Gruber: „Wer eine findet, darf sich gerne bei mir melden.“ Viel Zeit dafür, bleibt nicht. Schon am Mittwoch wartet das nächste schwere Spiel gegen Otterfing.

Quelle: Tegernseer Zeitung / Sofia Eham