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Stojanov schießt Murnau in Unterzahl zum Sieg

Der TSV Murnau hat einen Punkt erreicht, von dem er in der Vergangenheit oft geträumt hat: Ein voller Kader sorgt für allerlei Rotationsmöglichkeiten.Sogar den Kapitän erwischt es. Benedikt Hausmann stand neben dem Auswechselhäuschen beim Spiel gegen Kreuth. „Wir haben drei richtig gute Innenverteidiger. Diesmal hat es den Beni getroffen“, sagt Volker Bockhorni, Aushilfscoach für den privat verhinderten Michael Adelwart.

Aber der etatmäßige Mannschaftsführer ging mit gutem Beispiel voran und akzeptierte die Entscheidung. „Ich muss sagen, dass ein Super-Zusammenhalt in der Mannschaft herrscht“, lobt Bockhorni. „Da war ein Teamspirit aller erster Sahne zu spüren. Von vor bis nach dem Spiel.“

Längst integriert hat sich Bojan Stojanovic. Seit Anfang des Jahres trainiert der Serbe mit dem Team. Kaum eine Einheit verpasst er. Und er scheut auch nicht vor Einsätzen in der Reserve zurück. Unter anderem dank des Offensivmanns ergeben sich die Luxusprobleme im TSV-Team. Gegen Kreuth stand er wieder in der Startformation. Er zahlte es mit dem Siegtor beim 1:0-Erfolg in der Schlussphase zurück. Einen Torriecher hat der Mann – weiß jeder, seit er in Ohlstadt die Kreisliga kurz und klein geschossen hat. Sein Treffer fiel nach einem Freistoß. Maximilian Giglberger hatte den Ball in den Strafraum gebracht, Stojanovic verlängerte ihn.

Zu diesem Zeitpunkt waren die Murnauer nur zu zehnt auf dem Feld gestanden. Julian Büth hatte bei einem Kreuther Konter Ball und Gegenspieler getroffen. Zugegeben: Seine Grätsche sah wild, gefährlich und spektakulär aus. Schiedsrichter Mert Akkoyun schickte ihn glatt mit Rot vom Feld. „Foul ja, Gelb ja, aber sicher kein Rot“, urteilt Bockhorni. Auch die Gegner bestätigte ihn in seiner Meinung. „Das haben die Kreuther genauso gesehen.“ Nach dem 1:0 des TSV entwickelte sich „ein ganz schöner Fight“. Denis Grgic scheiterte bei seinem Alleingang am Kreuther Keeper Florian Stecher. Das wäre die Vorentscheidung gewesen.

Unterhaltsam war die Partie bereits in der ersten Hälfte gewesen. Ein richtig gutes Fußballspiel sah Bockhorni. „Das hat uns echt gut gefallen, was wir da gesehen haben“, sagt der Trainer. Auch Kreuth habe sich in guter Verfassung präsentiert. Chancen gab’s auf beiden Seiten. Murnau versuchte es mit sehr hoch stehenden Außenverteidigern, die Kreuth in Verlegenheit brachten. Vor allem Hannes Wackerle lieferte auf der linken Seite ein starkes Spiel ab. Der ehemalige Farchanter war auch Ausgangspunkt und Flankengeber für eine der beiden guten Murnauer Möglichkeiten, doch Stojanovic verfehlte das Ziel genauso wie Grgic. Auch die Gäste hatten Gelegenheiten in einer Phase, in der „wir ein paar Minuten unsortiert waren“, sagt Bockhorni. Doch auf seine Defensive konnte sich der TSV verlassen. Torwart Felix Schürgers und Verteidiger Büth – als dieser noch gekickt hatte – klärten auf der Linie.

Quelle: Garmisch-Partenkirchner Tagblatt / Andreas Kögl