C-Jugend-Erlebnis Rimini (Teil 1)

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Gruppenfoto mit den Spielern von Real Metapontino

Das waren unvergessliche Turniertage in Rimini für die Jungs der C-Jugend der Spielgemeinschaft Rottach/Kreuth. Bei sommerlichen Temperaturen von über 25 Grad fanden am Karfreitag und Samstag jeweils zwei Gruppenspiele statt. Und unsere Gruppe (es gab vier Gruppen mit je fünf Teams) hatte es in sich. Unsere Gegner aus Italien und der Schweiz spielen alle in höheren Ligen und traten teilweise nur mit Spielern des älteren Jahrgangs 2002 an. So mussten unsere Spieler in jedem Spiel an ihre körperlichen Grenzen gehen. Gleich im ersten Spiel trafen wir auf den späteren Finalteilnehmer Real Metapontino aus Süditalien.

War die Begrüßung der Spieler aus Metapontino mit einem gemeinsamen Gruppenfoto beider Teams noch überaus herzlich und endete kurz vor Anpfiff mit der Übergabe eines schönen Wimpels, so wurden im Spiel keine Geschenke gemacht. Das Spiel war ausgeglichen und hart umkämpft. Besonders unsere Innenverteidigung war gefordert und verhinderte mit großem Einsatz, dass der Gegner torgefährlich wurde. Leider verletzte sich unsere Nr. 5 Lenzi Sollacher schon nach zehn Minuten so schwer an der linken Hand (Handgelenkbruch), dass er für den Rest des Turniers ausfiel. Hannes -Eddi- Edbauer rückte von der 6er-Position in die Innenverteidigung und erledigte dort einen guten Job. Leider gingen wir trotzdem mit 0:1 in Rückstand und waren im Offensivspiel nicht durchsetzungsstark genug, um zumindest noch ein Unentschieden zu erreichen. Endstand 0:1.

In der Zeit vor dem nächsten Spiel mussten die Trainer Daniel Grohmann und Reinhard Roß zunächst die Spieler wieder aufrichten; denn diese waren nicht nur wegen der Auftaktniederlage geknickt, sondern vor allem wegen der schweren Verletzung von Lenzi. Dass unsere Jungs tolle Kämpfer sind, mussten sie dann im zweiten Spiel gegen den FC Ostermundigen aus der Schweiz (bei Bern) zeigen. Wieder gingen wir mit 0:1 in Rückstand. Aber eine wunderbare Einzelaktion unseres rechten Außenspielers Nico Grohmann, der sich gegen zwei Verteidiger im 16er durchsetzte und anschließend den Torwart zum 1:1 tunnelte, brachte das verdiente Remis. Da unsere Stürmer die wenigen erfolgversprechenden Torchancen schlampig verspielten, blieb es bei diesem Ergebnis.

Spieler wie Trainer konstatierten am Ende dieses Spieltages, dass unsere Gegner mit deutlich mehr Körpereinsatz spielten, als wir es aus der heimischen Liga bisher gewohnt waren. Da hieß es dagegenhalten.

Am Samstag spielten wir zuerst gegen den vermeintlichen Gruppenfavorieten Camaiore aus der Toscana, der am Vortag durch zwei gute Spiele überzeugen konnte. Auch wenn uns der Gegner überlegen war, die Tore gegen uns fielen unglücklich. Zunächst bekam der Gegner einen zweifelhaften Elfmeter zugesprochen, als der italienische Schiedsrichter einen Schupser unseres Verteidigers am Stürmer im 16er gesehen haben wollte. Unser Torwart ahnte zwar die Ecke, konnte den Ball aber nicht abwehren und es stand zur Halbzeit 0:1. Unsere Angriffsbemühungen waren teilweise zu unkonzentriert um diesen starken Gegner in Verlegenheit zu bringen. Als in der zweiten Halbzeit ein eher harmloser Weitschuss unserem Schlussmann über die Handschuhe glitt, war das Spiel mit 0:2 verloren.

Unser letzter Gruppengegner war das Team der Fußballschule ASD Grottaferrata (unweit von Rom). Wie Camaiore zuvor spielte auch diese Mannschaft ausschließlich mit Spielern des Jahrgangs 2002. Trotzdem hielt unser Team lange gut mit und nahm den Kampf an. Eine unübersichtliche Spielsituation im eigenen 16er konnte von unserer Verteidigung nicht geklärt werden, und so gelang dem Gegner doch noch das 0:1, was gleichzeitig der Endstand war.

Natürlich waren alle, Spieler wie Trainer, sehr über diese Ergebnisse enttäuscht. Aber noch auf dem Gang in die Kabine spornten sich alle gegenseitig an; denn das Platzierungsspiel am Folgetag wollte man unbedingt gewinnen.

Am Ostersonntag um 9 Uhr !!! (Gääähhhn!) musste unser Team dann gegen den belgischen Gegner K.L.S.K. Londerzeel ran. Dieses Spiel dominierte unsere Mannschaft von Beginn an. Sie erspielte sich einige gute Torchancen, war aber in Tornähe zunächst nicht clever genug. Unser Stümer Vasil Grozev scheiterte zweimal am gegnerischen Torwart. Nach einem weiten Ball von Eddi aus unserer Spielhälfte in den gegnerischen 16er gab es ein Handspiel und den Elfmeterspfiff. Unser 10er Marini Höss hatte ein gutes, sicheres Gefühl und schoss den Ball sicher zum 1:o ins Tor. Da wir weitere Torchancen nicht nutzen konnten, blieb es bei diesem hoch verdienten Ergebnis.

Zum Abschluss der Spiele noch einmal ein Erfolgserlebnis, danach konnte der Sonntag mit dem Besuch der Finalspiele im großen Stadion Neri genossen werden. Doch dazu mehr im zweiten Teil.

Reinhard Roß